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Goldammer-Denkmal wieder komplett
Neues Relief pünktlich zur Landesgartenschau Bad Nenndorf angebracht
Nach Jahrzehnten ist das historische Goldammer-Denkmal, das Kupferrelief mit dem Raben im Kurpark Bad Nenndorf, wieder hergestellt. Nachdem es zweimal gestohlen worden war, stand am Rand der Bubikopfallee lange nur noch der leere Sandsteinsockel. Zur Landesgartenschau ist das Denkmal nun wieder vollständig: Das Relief wurde neu gegossen und wieder mit seinem Sockel vereint.
Möglich wurde dies durch einen Bad Nenndorfer, der anonym bleiben möchte. Er hatte bereits nach einem früheren Diebstahl eine Nachbildung des Reliefs anfertigen lassen und besaß noch die entsprechende Gussform. Mit ihrer Hilfe ließ er das Relief nun erneut gießen und stellte es für das Denkmal im Kurpark zur Verfügung.
Im Zuge dessen übergab er auch die Gussform an das Museum Bad Nenndorf. Jörg Bartels nahm die Form im Namen des Museumsvereins Bad Nenndorf entgegen, damit dieses Stück Geschichte bewahrt bleibt.
Das Goldammer-Denkmal wurde 1906 im Kurpark eingeweiht. Gestiftet wurde es vom preußischen Landwirtschaftsminister Viktor von Podbielski für seinen Freund, den Offizier Bernhard von Goldammer. Beide hielten sich regelmäßig zur Kur in Bad Nenndorf auf und gehörten zu einem Kreis von Stammgästen, der sich scherzhaft „Schwefelbande“ nannte – eine Anspielung auf die Schwefelquellen des Kurortes.

Die Einweihung des Denkmals war Teil eines Scherzes. Podbielski hatte seine Freunde unter einem Vorwand in den Kurpark gelockt. Er kündigte feierlich die Eröffnung einer angeblichen neuen Quelle an. Zur Enthüllung versammelten sich die Gäste – doch statt einer Quelle kam ein Stein mit einem Relief zum Vorschein: ein Rabe mit der Aufschrift „Bildnis des alten Obersten“. Das Denkmal war als augenzwinkernde Widmung an seinen Freund Goldammer gedacht und wurde im Kurpark bald zu einer kleinen Kuriosität.
Mit dem neuen Guss ist das Goldammer-Denkmal erstmals seit vielen Jahren wieder vollständig – und kann pünktlich zum Start der Landesgartenschau ab dem 29. April 2026 wieder von Besucherinnen und Besuchern entdeckt werden.